»Ja, das ist meine Absicht.«

»Ich fürchte, das wird schauderhaft unbehaglich für Sie werden!«

»Wenn Sie wüßten, wie oft ich im Freien übernachtet habe, so würden Sie das nicht denken.« Er stand auf und trat an einen Seitentisch. »Sollten Sie nicht schlafen können oder sich in der Nacht ängstigen, so tröste Sie der Gedanke, daß ich Sie hiermit beschirme.«

»O!« Sie wich vor dem Revolver, den er ihr entgegenhielt, zurück. »Haben Sie das gräßliche Ding immer bei sich, und geladen?«

»Freilich. Ich tat es in Queensland, wenn ich draußen kampierte, und da dies Haus ziemlich einsam liegt, habe ich dies Paar immer in Bereitschaft. Es ist gut, vorsichtig zu sein. Sie würden sich sicherer fühlen, wenn Sie einen mit in Ihrem Zimmer hätten.«

»Ich sollte ein solches Ding mitnehmen? O, nicht um die Welt!« — Unwillkürlich wich sie noch weiter zurück. »Ich wäre bange, es nur anzurühren, und wenn ich jemand erschösse, so würde vermutlich ich selbst es sein. Außerdem fürchte ich mich nicht, wenn Sie hier sind. Weshalb sollte ich auch?«

»Weshalb, in der Tat?«

Mit einem seltsamen Lächeln, das sie nicht sah, legte er den Revolver nieder.

Sie hatte sich jetzt ebenfalls erhoben und sah ihm zu, während er ein Licht herbeiholte und es für sie anzündete.

»Herr Leath,« sagte sie unsicher, »— und morgen früh?«