»Ja, — von einer Dame, die mir als rettender Engel erschien und mich vor dem Naßwerden bewahrt hat. Es war ordentlich ein Abenteuer.«
Er schilderte in aller Kürze und in belustigtem Tone sein Erlebnis.
»Sie weigerte sich, mir ihren Namen zu nennen, und sagte mir, ich möchte mich an Sie wenden, wenn ich ihn wissen wolle,« schloß er lächelnd, »und fort war sie.«
»War sie hübsch, gnädiger Herr?«
»Hübsch? Freilich — mehr als das. Aber wer war es? Können Sie es sich denken?«
»O ja, gnädiger Herr!« Die Wirtin lächelte ebenfalls. »Darüber kann kaum ein Zweifel sein. Das war natürlich die Gräfin Florence.«
»Gräfin Florence?« Leath wiederholte den Namen mit erstauntem Blick. »Was? Ist die junge Dame verheiratet?«
»O nein. Gräfin Florence Esmond ist die Tochter eines Grafen drüben in Irland, der starb, als sie ein ganz kleines Ding war. Sie ist Sir Jasper Mortlakes Nichte — und wohnt meistens bei ihnen in Turret Court. Sie haben das Schloß vielleicht bemerkt, gnädiger Herr? Es liegt an der anderen Seite der Halde, etwa dreiviertel Stunden von hier.«
»Nein, es ist mir nicht aufgefallen,« antwortete Leath und griff wieder nach seiner Zigarre.
»Das war also Gräfin Florence Esmond!« sprach er halblaut und gedankenvoll vor sich hin, als die geschäftige Wirtin den Tisch abgeräumt und ihn allein gelassen hatte. »Ein merkwürdiger, ungewöhnlicher Name. Eines Grafen Tochter und lebt in Turret Court.«