»Nein, das habe ich getan! Sie begreifen alles so gut — das sehe ich Ihnen an — daß ich nichts mehr hinzuzusetzen brauche.« Sie hielt wieder inne.

»Ich bin gekommen, um Ihnen zu sagen, daß in meinen Augen auch nicht der leiseste Vorwurf Sie trifft,« sprach sie langsam, als falle es ihr schwer, die richtigen Worte zu wählen, »und um aufs neue zu wiederholen, daß ich Ihnen danke. Sie sind besorgter um mich gewesen, haben mehr Rücksicht auf mich genommen, als ich selbst getan. Ich war es Ihnen schuldig, Herr Leath, daß Sie dies von meinen eigenen Lippen hörten.«

Als sie zu Ende war, hatte sie ihre Fassung fast wieder gewonnen, und das half ihm, die seine wieder zu erlangen. Er begriff vollkommen, daß er kein Wort über Talbot Chichester sagen dürfe — daß jeglicher Kommentar, jede Frage, jeder Ausdruck der Empörung sie verletzen würde. Aber es war keine leichte Aufgabe, mit der nötigen Gelassenheit und Kürze zu sprechen, wie sehr sie auch gewohnt war, sich zu beherrschen.

»Ich danke Ihnen, Gräfin,« sagte er. »Sie sind edelmütig. Eine der wenigen angenehmen Erinnerungen, die ich beim Fortgehen von hier mitnehme, wird die Erinnerung an diese Worte sein.«

»Sie gehen fort?« rief sie überrascht.

»Ja — ich werde in ein paar Tagen aus diesem Hause ziehen.«

Er legte keinen Nachdruck auf die Worte, aber sie verstand ihn sehr wohl. Er wollte jetzt nicht in einem Hause bleiben, das Talbot Chichester gehörte.

»Wollen Sie damit sagen, daß Sie St. Mellions verlassen?«

»Nicht gleich. Ich bleibe vielleicht noch acht oder vierzehn Tage. Ich habe Herrn Sherriff versprochen, während meines Hierbleibens im Bungalow zu wohnen.«

»Und wenn Sie fortgehen, gehen Sie auf immer?«