»Und Sie wollen — sie hier — in Frieden — in ungestörtem Frieden lassen — und nach Australien zurückkehren?«
»Das haben Sie zu entscheiden — als meine Frau.«
»Hier oder dort werden Sie nichts sagen?«
»Nichts! Noch einmal — lautet Ihre Antwort ›Ja‹ oder ›Nein‹?«
»Wenn sie ›Nein‹ lautet, so werden Sie reden?«
»Weshalb nicht? Weshalb sollte ich alles um nichts dahingeben?«
»Allerdings, weshalb? Das Glück und die Ehre der andern sind Ihnen nichts — ich gestehe, daß ich kein Recht habe, auf Edelmut bei Ihnen zu rechnen,« sprach sie mit bitterem Auflachen und blickte ihn an. »Und wenn ich Sie heirate, so wollen Sie auf alles verzichten — wollen das der Toten geleistete Gelübde, von dem Sie sprachen, vergessen?« Sie lachte bitter.
»Das will ich. Weshalb nicht? Die Toten sind schließlich tot. Wenn ich irgend jemand durch mein Schweigen ein Unrecht zufüge, so ist es nur mir selbst. Da das der Fall ist, so habe ich das Recht, wenn ich will, die Liebe sowohl der Rache wie der Gerechtigkeit vorgehen zu lassen.«
»Liebe?« wiederholte sie mit unsäglicher Verachtung. »Sie sagen, Sie lieben mich?«
»Sage, ich liebe Sie?« Er tat einen Schritt auf sie zu, bezwang sich dann aber schnell. »Nein,« sagte er gelassen, »ich brauche nicht erst zu sagen, was Sie wissen.«