»Er hat viel mehr getan als mit mir gesprochen, Onkel Jasper.«

Ihre Augen hingen unverwandt an ihm. Sie las in seinem Gesicht das Grauen vor dem, was kam. Er war geisterbleich — große Schweißtropfen rannen ihm von der Stirn. Er sprach nicht, obgleich er den Mund öffnete und einen dumpfen Kehllaut ausstieß; er stand auf und wartete auf den Schlag. Sie blickte ihn an und versetzte ihm den gefürchteten Streich.

»Er hat Robert Bontine gefunden.«

Er fiel in seinen Stuhl zurück. Mit verglasten Augen starrte er sie an — sprachlos. Hätte noch die leiseste Hoffnung in ihrer Brust gelebt, so würde sie vor diesem schrecklichen Antlitz erloschen sein. War er imstande, ihr zuzuhören — sie zu verstehen? Während sie das erwog, hob er die Hand, bewegte sie hilflos hin und her und stammelte keuchend:

»Weiter!«

»Er hat Robert Bontine gefunden!« wiederholte sie. »Ich bin hier, um dir das zu sagen. In meinem Herzen war kein Zweifel, wer jener Mann sei, als ich zu dir kam, und jetzt erst recht nicht. Ich habe die Beweise gesehen — Beweise, die du vernichtet glaubtest — Beweise, die ein kleines, mit einem gelben Bande zusammengebundenes Paket enthielt. Verstehst du mich?«

Er machte ein Zeichen der Bejahung. Sie fuhr fort:

»Andere Beweise existieren, wie er mir sagte, in Australien. Ich zweifle nicht daran, daß er die Wahrheit redet. Er hat den Zweck erreicht, der ihn nach England geführt, hat den Gesuchten gefunden — und wir beide wissen, was er tun könnte, wenn er wollte.«

»Wenn er wollte?«

Wie er vorhin das ›Weiter!‹ keuchend hervorgestoßen hatte, so stieß er auch diese drei Worte mühsam heraus. Florence wiederholte sie.