In ihren Augen blitzte es wieder schalkhaft auf. Sie sprach, als gelte es, ein verdrießliches Kind zu beschwichtigen. Die meisten Männer, die in sie verliebt gewesen, würden sie unwiderstehlich gefunden haben. Chichester blieb ebenso ernst wie vorher. Er nahm die Hand, mit der sie ihm den Arm gestreichelt hatte. Dann begann er in seiner gehaltenen Weise ihr Vorwürfe über ihr unverantwortlich unvorsichtiges Benehmen gegen den Unbekannten zu machen.
»Du darfst deine eigene Stellung und Würde nicht vergessen,« schloß er.
»Und doch bin ich so stolz, wie es kein Mensch ahnt,« meinte das junge Mädchen sinnend, als spräche sie zu sich selbst. Sie blickte ihn wieder an.
»Du magst recht haben,« fuhr sie dann fort. »Ich vergesse meine Würde wohl mitunter. Weißt du, es ist mir gar nicht eingefallen, daß die einzig richtige Handlungsweise gewesen wäre, den Menschen naß werden zu lassen. Welch ein Glück, daß du so etwas nie tun könntest.«
Herr Chichester ging jeglicher Sinn für Humor ab — er war so unendlich mit sich selbst zufrieden. Er lächelte und ließ ihre Hand los.
Florence verbarg ein Lächeln, als sie sich nach dem Fenster wandte.
Nach wenigen Minuten hatte Chichester Turret Court verlassen. Florence stand allein am Fenster und blickte in den Mond, wie sie vorher getan hatte, als Cis zärtlich den Arm um sie legte.
»Fehlt dir etwas, Florence? Du — du siehst so ernst aus, mein Herz!«
»So?«
Liebkosend fuhr Florence mit der Hand über Cis’ goldblondes Haar. »Ich sann wohl über mein unschickliches Benehmen nach.«