»Da sind Sie wieder — das ist recht.«
»Ja,« gab Leath einsilbig zurück, »ich störe Sie doch nicht?«
»Nicht im mindesten. Sie sind wohl in Ihrer Wohnung gewesen?«
»Nein — draußen auf der Halde.«
»So! Es ist ein schöner Morgen für einen Spaziergang. Setzen Sie sich, ich bin gleich mit meiner Schreiberei fertig.«
Leath ließ sich auf einem Stuhl am offenen Fenster nieder. Das helle Sonnenlicht fiel voll auf sein Antlitz, auf dem eine finstere Wolke lag; er fuhr mit der Hand durch seinen kurzen, spitzgeschnittenen Bart, während er mit aufgestütztem Ellbogen, anscheinend in düstere Gedanken versunken, dasaß. Dem gleichgültigsten Auge hätte sein ernstes Vorsichhinbrüten auffallen müssen. Sherriff, der aufblickte, als er mit seiner Arbeit fertig war, gewahrte es sofort, und ein Ausdruck der Verwunderung und der Besorgnis überflog sein schönes altes Gesicht.
»Sie sehen verstört aus, Leath,« sagte er ruhig. »Ihnen ist hoffentlich nichts Unangenehmes begegnet?«
»Unangenehmes?«
Leath blickte auf und lachte bitter. »Nein, das kaum. Das heißt, ich sehe ein, daß ich mich geirrt habe — das ist alles. Bis heute glaubte ich, daß die Aufgabe, die ich mir gestellt hatte, als ich nach St. Mellions kam, fast getan sei — weit gefehlt! Ich bin gerade so weit wie vorher!«
»War diese Idee, die sich jetzt als ein Irrtum herausgestellt hat, die Veranlassung, daß Sie sich entschlossen, hier zu bleiben und Lychet Hut zu mieten?« fragte Sherriff.