»Das vermute ich — bis sein Mietsvertrag abläuft. Er hat mir indessen zu verstehen gegeben, daß er sich hier wahrscheinlich nur eine Zeitlang aufhalten würde.«
»Weshalb nur eine Zeitlang? Was kann er in einem Orte wie St. Mellions zu tun haben?« fragte der Baron in demselben schroffen, kurzen Tone. Er war dicht an das offene Fenster getreten und stand halb im Zimmer, halb draußen, den beiden anderen den Rücken zuwendend.
»Ich habe ihn wirklich nie gefragt! Ich dachte an eine geschäftliche Angelegenheit.«
»Eine sehr wichtige Angelegenheit,« warf Florence leicht dazwischen. Sie hatte keinen anderen Beweggrund, als die Absicht, ihren Vormund zu ärgern, wie sie vorhin ihren Verlobten geärgert und geneckt hatte.
»Herr Leath ist nach St. Mellions gekommen, um jemand zu suchen, Onkel Jasper.«
»Was?«
Er fuhr zusammen und stand dann wie erstarrt.
»Um jemand zu suchen,« wiederholte Gräfin Florence gleichmütig. »Er hat es mir erzählt. Und der Jemand ist ein Mann. Apropos, er hat mir eine Frage gestellt, die ich an dich richten möchte. Kennst du einen Robert Bontine, oder hast du den Namen je gehört?«
»Nein!«
Er trat wieder auf die Terrasse hinaus. Florence folgte ihm mit den Augen.