Das Motiv des „Mutterdrachens“ habe ich früher ausgiebig belegt, sodass ich mir hier die Wiederholung ersparen kann.[234] Die Entstehung neuen Lebens und neuer Fruchtbarkeit, da, wo man nichts erwarten konnte, schildert auch Jesaia 35, 5 ff.: „Alsdann werden der Blinden Augen aufgetan werden, und der Tauben Ohren werden geöffnet werden.
Alsdann werden die Lahmen löcken wie ein Hirsch, und der Stummen Zunge wird lobsagen. Denn es werden Wasser in der Wüste hin und wieder fliessen und Ströme im dürren Lande.
Und wo es zuvor trocken ist gewesen, sollen Teiche stehen; und wo es dürre gewesen ist, sollen Brunnquellen sein. Da zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen.
Und es wird daselbst eine Bahn sein und ein Weg, welcher der heilige Weg heissen wird, dass kein Unreiner darauf gehen darf; und derselbige wird für sie sein, dass man drauf gehe, dass auch die Thoren nicht irren mögen.“
Das lösende Symbol ist eine Bahn, ein Weg, auf der sich das Leben vorwärts bewegen kann, ohne Qual und Zwang.
Hölderlin sagt in „Patmos“:
„Nah ist
Und schwer zu fassen der Gott.
Wo aber Gefahr ist, wächst
Das Rettende auch.“