Da die Genauigkeit einer Analyse nicht abhängig ist von der Menge der angewendeten Substanz, sofern man nur überhaupt nicht allzu geringe Mengen in Arbeit nahm, so hat man bei Bestimmung von Mittelwerthen diese unabhängig von den Mengen der zur Analyse verwendeten Substanz zu machen, d. h. man muss nicht die Substanzmengen einerseits und die Gewichte des darin bestimmten Bestandtheils andererseits addiren und auf diese Art den Procentgehalt bestimmen, sondern man muss aus jeder einzelnen Analyse den Procentgehalt berechnen, und aus diesen Resultaten das Mittel ziehen.
Gesetzt, eine Substanz AB enthielte 50 Proc. A. — Wir hätten bei zwei Analysen folgende Resultate erhalten:
| 1) | 2 Grm. AB gaben 0,99 Grm. A. |
| 2) | 50 Grm. AB gaben 24,00 Grm. A. |
| Aus | Analyse | 1) | ergiebt | sich, | dass | AB | enthält | 49,50 | Proc. | A, |
| „ | „ | 2) | „ | „ | „ | „ | „ | 48,00 | „ | „ |
| Summa | 97,50 | „ | „ | |||||||
| Mittel | 48,75 | „ | „ | |||||||
Falsch wäre es, zu sagen:
2 + 50 = 52 AB gaben 0,99 + 24,0 = 24,99 A,
also enthalten 100 AB … 48,06 A, — denn man sieht leicht ein, dass bei dieser Art der Berechnung der Einfluss der besseren Analyse 1) auf den Mittelwerth, wegen der verhältnissmässig geringen Substanzmenge so gut wie vollständig vernichtet wird.