so muss sich doch das relative Verhältniss der Aequivalente herausstellen, wenn wir auch irgend eine beliebige Zahl als Atomgewicht annehmen, z. B. 100.
Machen wir nun unter dieser Voraussetzung die obigen Ansätze, so bekommen wir:
| 100 | : | 72,73 | = | 1 : x |
| (Aeq. des O) | (Sauerstoffmenge im angenommenen Atomg. 100) | |||
| x | = | 0,7273; | ||
und ferner
| 75 | : | 27,27 | = | 1 : x |
| (Aeq. des C) | (Kohlenstoffmenge im angenommenen Atomg. 100) | |||
| x | = | 0,3636. | ||
Wir sehen, die Zahlen, welche das Verhältniss der Sauerstoff- und Kohlenstoffatome ausdrücken, haben sich geändert, das Verhältniss aber ist geblieben; denn
0,3636 : 0,7273 = 1 : 2.
Allgemein lässt sich also das Verfahren also ausdrücken:
Man nimmt eine beliebige Zahl, am bequemsten 100, als Atomgewicht der Verbindung an, und sucht, wie oft die Aequivalentzahl eines jeden Bestandtheiles in der Menge desselben Bestandtheiles enthalten ist, welche sich für das angenommene Atomgewicht der Verbindung ergiebt. Hat man auf diese Art die das Verhältniss ausdrückenden Zahlen gefunden, so ist, wenn man will, die empirische Formel schon fertig. Man pflegt sie jedoch der Uebersichtlichkeit wegen auf den möglichst einfachen Ausdruck zu bringen.