(Zu den Versuchen Nr. 61. bis 65. wurde chemisch reiner, lufttrockener kohlensaurer Kalk verwendet, in dessen einem Theil durch sehr vorsichtiges Erhitzen die Menge des wasserfreien kohlensauren Kalkes bestimmt worden war. 0,7647 Grm. gaben nämlich 0,7581, nach nochmaligem höchst gelinden Glühen änderte sich das Gewicht nicht. Hieraus berechnen sich für den angewandten lufttrockenen kohlensauren Kalk 55,516 Proc. Kalk.)

1,1860 Grm. des besagten lufttrockenen CaO,CO2 gaben, in Salzsäure gelöst und nach §. [81. 1. a.] mit Schwefelsäure unter Zusatz von Alkohol gefällt, 1,5949 CaO, SO3, enthaltend 0,65598 CaO, d. i. 55,31 Proc. (berechnet 55,51), somit wurden erhalten 99,64 statt 100,00.

62. Bestimmung des CaO als CaO, CO2 durch Fällung mit kohlensaurem Ammon und Auswaschen mit reinem Wasser (zu §. [81. 2. a.]).

1,1437 des in Nr. 61. genannten lufttrockenen CaO, CO2 gaben in Salzsäure gelöst und wie angegeben gefällt, 1,1243 Grm. wasserfreien CaO, CO2, enthaltend 0,629608 CaO = 55,05 Proc. (berechnet 55,51), also wurden erhalten 99,17 statt 100,00.

63. Bestimmung des CaO als CaO, CO2 durch Fällung mit oxalsaurem Ammon aus alkalischer Lösung (zu §. [81. 2. b. α.]).

1,1734 des in Nr. 61. genannten lufttrockenen CaO, CO2 gaben, in Salzsäure gelöst und nach §. [81. 2. b. α.] behandelt, 1,1632 CaO, CO2 (Reaction nicht alkalisch), enthaltend 0,651392 = 55,513 Proc. (berechnet 55,516 Proc.), demnach wurden gefunden 99,99 statt 100,00.

64. Bestimmung des CaO als oxalsaurer Kalk (zu §. [81. 2. b. α.]).

0,8570 des in Nr. 61. genannten lufttrockenen CaO, CO2 wurden in Salzsäure gelöst, die Lösung mit oxalsaurem Ammon und Ammon gefällt, der Niederschlag ausgewaschen und bei 100° bis zu constant bleibendem Gewichte getrocknet. Der Niederschlag (CaO, + aq.) betrug 1,2461 Grm., enthaltend 0,477879 CaO = 55,76 Proc. (berechnet 55,516 Proc.), demnach wurden gefunden 100,45 statt 100,00.

65. Bestimmung des CaO als CaO, CO2, durch Fällung als CaO, O aus saurer Lösung (zu §. [81. 2. b. β.]).