Als Verleger war Panckoucke äusserst splendid und bei Hofe sehr angesehen. Er druckte Buffons sämtliche Werke; die erste grosse Sammlung von Reisewerken und begann auch die Encyclopédie méthodique, welche 166 Bände in Quart und 51 Teile mit 6429 Kupfertafeln umfasste, deren Herstellung ein halbes Jahrhundert in Anspruch nahm. Der Erfolg war anfänglich ein ganz ausserordentlicher. Ein einziger Madrider Buchhändler, Sancha, hatte Subskriptionen bis zu einem Betrage von anderthalb Millionen Livres gesammelt. Die lange Reihe von Jahren, welche das Unternehmen bis zu seiner Vollendung erforderte, schmälerte jedoch sehr den Ertrag, da wenige Unterzeichner das Ende des Werkes erlebten.

Panckoucke selbst war als Schriftsteller sehr thätig und lieferte ausser selbständigen Werken und Übersetzungen noch zahlreiche Artikel zu den periodischen und encyklopädischen Werken seines Verlages.

C. L. Panckoucke * 25. Dez. 1780, † 11. Juli 1844.

Sein Sohn Charles Louis Panckoucke vertauschte die als Beruf ergriffene Rechtswissenschaft mit der Buchdruckerei und dem Buchhandel. Er vollendete die Encyclopédie und druckte unter Mitwirkung der besten wissenschaftlichen Kräfte das Dictionnaire des sciences médicales, die Flore médicale, die Biographie médicale. Während des Rückganges des nationalen Glanzes in den Jahren 1814–15 begann er die Herausgabe der Victoires et Conquêtes, welche einen ausserordentlichen Erfolg hatten. Weiter veranstaltete er eine neue Ausgabe der Expédition d'Égypte. Auch er war als Schriftsteller mehrseitig thätig. Sein Sohn Charles Louis Ernest (geboren 1806) verliess den Buchhandel, behielt jedoch die Buchdruckerei und den Druck des Moniteurs.

Familie Barbou.

Der Ursprung der Familie Barbou ist in Lyon um die Mitte des XVI. Jahrhunderts zu suchen. Eins der Mitglieder derselben, Jean Joseph Barbou, etablierte sich 1717 als Buchhändler, 1723 als Buchdrucker in Paris. Der Sohn Joseph Gérard Barbou machte sich einen übeln Namen durch die Art und Weise, wie er einberufene deutsche Arbeiter behandelte. Sein Neffe Joseph Gérard d. j. begann eine schöne Kollektion lateinischer Klassiker in 76 Bänden mit Vignetten, die 1808 auf J. A. Delalain überging, der das Geschäft erst allein, seit 1836 mit seinem Sohne A. H. J. Delalain führte. Diese Firma druckte mehrere tausend Klassiker-Ausgaben und Unterrichtswerke; derselben verdankt man auch das Annuaire de la librairie et de l'imprimerie und mehrere Fachschriften. Die Familie gehört zu den geachtetsten ihres Faches in Frankreich.

P. N. Lottin † 1751.

Philipp Nicolas Lottin etablierte 1724 eine Druckerei. Sein Sohn Aug. Martin war der typographische Lehrmeister Ludwigs XVI., der damals, ein glücklicher Knabe von zwölf Jahren, mit der Presse spielen konnte, die ihn später aufs Schafott bringen sollte. Lottin ist der Verfasser eines jetzt sehr selten gewordenen Werkes: Catalogue chronologique des libraires et imprimeurs de Paris depuis 1470–1789.

J. G. Treuttel * 1744, † 1826.

J. G. Würtz * 1768, † 1841.