E. Bourdin.
E. Bourdin brachte J. Janins L'Ane mort, Sternes Voyage sentimentale, La Normandie et la Bretagne, Mémorial de Saint-Hélène von Las-Cases, illustriert von Charlet, das grosse Reisewerk des Fürsten Demidoff und andere Prachtwerke.
J. Hetzel.
Jules Hetzel, selbst ein geachteter Schriftsteller (Pseudonym P. J. Stahl), lieferte Grandvilles Scènes de la vie publique et privée des animaux und dessen Les Animaux peints par eux-mêmes. H. Delloye veröffentlichte Balzacs La Peau de chagrin, La France pittoresque, La France monumentale, La France militaire. Ein grossartiges, jedoch nicht illustriertes Verlagswerk war Nap. Landais' Dictionnaire de la langue française. Durch politische Verhältnisse gezwungen siedelte Hetzel 1851 nach Brüssel über, kehrte jedoch 1859 nach Erlass der Amnestie zurück und gründete die Librairie d'éducation et de récréation. 1864 begann er das Magasin illustré d'éducation et de récréation, eine Sammlung tüchtiger Werke für die Jugend.
J. J. Dubochet.
Epoche machte die bei J. J. Dubochet erschienene Histoire de Napoléon, illustriert von Horace Vernet. Ein allerliebstes Werk war Töpffers Voyage en zigzag. Von Dubochets nichtillustrierten Werken sind zu erwähnen eine vortreffliche Kollektion von älteren Klassikern in Übersetzungen von Nisard, 27 Bände Oktav, und die J. Paulin * 1793.Million de faits. Mit ihm gleichzeitig wirkte J. B. A. Paulin, erst Mann der Wissenschaft und Advokat, dann Verleger, der zusammen mit Dubochet L'Illustration (1843) gründete. Diese Zeitschrift ging später in die Hände von A. Marc & Co. über. Sie nimmt einen ehrenwerten Platz unter den illustrierten Blättern ein, ohne jedoch ihr Vorbild, die Illustrated London News, zu erreichen, hat auch nur eine Verbreitung von 18000 Exemplaren. Paulin gab auch eine prachtvolle Ausgabe von Thiers' Histoire du Consulat et de l'Empire in 17 Bänden heraus. Das frühere Werk L'Histoire de la Révolution française von dem damals unbekannten Advokaten erschien bei Lecointe & Pugin und auf dem Titel wurde der Name Félix Bodin als Deckung vor den Namen Ad. Thiers eingeschmuggelt. Der Erfolg war ein solcher, dass Thiers ferner keine schützende Flagge für seinen Namen und seine Werke gebrauchte.
Magasin pittoresque.
Unter den illustrierten kleineren Blättern, die in Nachahmung des Penny Magazine erschienen, ist das Magasin pittoresque das hervorragendste und das am schönsten ausgeführte nicht allein in Frankreich. Ein Phänomen ist es, dass nicht allein der Redacteur Charton und die Xylographie von Andrew Best & Leloir, sondern auch die Direktion der Setzer und Drucker von 1833 bis auf die jüngste Zeit dieselben geblieben sind. Der Unternehmer hiess Lachevardière; die Ehre gebührt jedoch Charton und Best († 2. Oktober 1879), Martinet lieferte den vortrefflichen Druck. Zu demselben wurde die erste Schnellpresse in Frankreich eingeführt, die von Applegath & Cowper in London gebaut war. Neben dem genannten Blatt nahm namentlich Le Musée des familles einen respektablen Platz ein. Bourdillat, der auch die [Oe]euvres de Gavarni herausgab, gründete Le Monde illustré, Hachette das sehr verbreitete Journal pour tous. Ein xylographischer Künstler von grossem Ruf war L. H. Brevière[115].
L. Curmer * 17. Dezbr. 1801.