J. Heinr. I Decker * 18. März 1679, † 29. Dez. 1741.

Von dessen beiden Söhnen Johann Jacob ii und Heinrich i führte der erste, als der Vater nach Breisach übersiedelte, das Geschäft in Basel fort und behielt nach dessen Tode im Interesse der Familie die Leitung, erwarb jedoch ausserdem die dortige Ludinsche, früher Henric Petrische Offizin. Der Bruder Joh. Heinrich I gründete in Colmar, welches durch den Ryswicker Frieden 1697 französisch geworden war, eine Offizin, um Regierungsarbeiten zu drucken.

Joh. Heinr. II Decker.

Der kinderlose Joh. Jacob ii vermachte sein Geschäft dem Joh. Heinrich ii, Sohn des Heinrich I, welcher ausserdem mit Erfolg das Colmarer Geschäft fortsetzte. Leider wurde er durch einen Verwandten zur Gründung einer Papierfabrik veranlasst, welche ihn in Verlegenheiten und Verdriesslichkeiten verwickelte, die ihn so erschütterten, dass er in einen Zustand von Geistesschwäche verfiel, unter welchem das Geschäft fast zugrundeging.

G. Jac. I Decker * 12. Febr. 1732, † 17. Nov. 1799.

Johann Heinrich II hatte zwölf Kinder, unter diesen Georg Jacob i. Derselbe lernte die Buchdruckerei, studierte dann in Strassburg, wo er im Hause seines Oheims, des bekannten Geschichtschreibers der Typographie, Joh. Schöpflin, gute Aufnahme und Nahrung für seine Liebe zur Typographie fand. Im Jahre 1750 ging Georg Jacob auf Reisen und kam, nachdem er vergeblich Aufnahme in der Breitkopfschen Offizin in Leipzig gesucht hatte, nach Berlin, wo er sechs Monate in der Henningschen Druckerei arbeitete.

Joh. Grynäus.

Ein französischer Emigrant Arnold Dussarrat hatte 1713 Konzession für eine französische Buchdruckerei erhalten, welche sich 1721 in den Händen des Johann Grynäus aus Basel befand. Letzterer kam, obwohl ein tüchtiger Mann, nicht vorwärts, und die Druckerei befand sich bei seinem Tode 1740 in misslicher Lage. Als Helfer trat nun Georg Jacob heran, der mit der Tochter des Grynäus, Louise Dorothea, einen Bund des Herzens geschlossen hatte. Nachdem er erst Ordnung in die verwickelten Angelegenheiten des väterlichen Geschäfts in Basel gebracht hatte, infolge welcher das Colmarer Haus auf den Bruder Johann Heinrich III überging, dessen Nachkommen noch in Besitz des dortigen angesehenen Geschäfts sind, übernahm Georg Jacob die alleinige Leitung der Grynäusschen Offizin und wurde 1756 Mitbesitzer, wodurch sich die Firma in Grynäus & Decker änderte.

Grynäus & Decker.