Augsburg.

Augsburg wurde oft genannt als Druckort der „Allgemeinen Zeitung“. Eine lange Reihe von Jahren war diese das einflussreichste Journal Deutschlands, namentlich auf Grund der besonderen Freiheiten, welche das Blatt in Österreich genoss, und ihrer intimen Beziehungen in den höchsten Wiener Regionen. Berühmt waren ihre wissenschaftlichen Beilagen, welche, dank den weitverzweigten litterarischen Verbindungen der Firma Cotta, die vortrefflichsten Artikel in Bezug auf Kultur-, Litteratur- und Kunstzustände enthielten. Von den 13 Druckereien Augsburgs sind noch anzuführen J. P. Himmer (7 Schp.) und Gebr. Reichel (7 Schp.). Des Dr. Huttler wurde bereits gedacht (S. [394]). Dasselbe ist der Fall mit der grossen Maschinenfabrik Augsburg (S. [313]).

Würzburg u. a. Städte.

Von anderen Städten Bayerns sind zu erwähnen: Würzburg mit der B. Stahelschen (4 Schp.), der Bonitas-Bauerschen (5 Schp.) und Theinschen Offizin (6 Schp.), sowie mit der Maschinenbauanstalt von König & Bauer im Kloster Oberzell; Landshut mit der J. Thomannschen Buchdruckerei (6 Schp.); Ansbach, wo C. Brügel & Sohn (6 Schp.) drucken. Auf Grund seiner vortrefflichen Accidenzarbeiten verdient J. B. Dorn in Kaufbeuren genannt zu werden.

Frankfurt a. M.

Hatte Frankfurt a. M. auch seine frühere Bedeutung als Emporium des Buchhandels verloren, so behauptete es wenigstens, wie schon früher erwähnt, seine Suprematie in der Stempelschneiderei und der Schriftgiesserei, zeichnete sich daneben auch in der Verwendung der verschiedenen graphischen Künste für den Accidenzdruck Accidenzdruckereien.aus. Ganz besonders traten hervor die Firmen C. Naumann (14 Schp., 23 Hdp.) und B. Dondorf (9 Schp., 12 Hdp.), mit Bunt- und Congrevedruck, pantographischen Arbeiten, Reliefdruck und dergleichen, sowohl jeder für sich, als wenn sie zu einzelnen Zwecken zusammentraten. Bedeutendes in technischer und quantitativer Hinsicht wurde von ihnen bei der Anfertigung des italienischen und japanischen Papiergeldes geleistet, bis auch diese Länder soweit fortgeschritten waren, dass sie ihren „Bedarf“ in diesem wichtigen Artikel selbst decken konnten.

Verschiedene Druckanstalten.

In neuester Zeit hat A. Osterrieth sein Geschäft zu einem, alle graphischen Zweige umfassenden (18 Schp., 12 Hdp., 150 Arb.) ausgebildet. Albert Mahlau, Inhaber der Firma Mahlau & Waldschmidt, wurde bereits (S. [364]) erwähnt. Bedeutend ist die Steindruckerei E. G. May Söhne (10 Schp., 12 Hdp.). Die C. Knatzsche Anstalt liefert in Etiquetten und dergleichen mannigfach Gutes. K. Klimsch verbindet Buch- und Steindruckerei (S. [319])[239].

Auf dem Rossmarkte steht das Gutenberg-Monument (I, S. 36); hätten doch im Leben Gutenberg, Fust und Schöffer so fest zu einander gestanden wie hier auf dem Bildwerke des Freiherrn v. d. Launitz.

Darmstadt.