Der pekuniäre Vorteil des Pariser Erfolges blieb jedoch für Sörensen aus. Er fiel in Paris Schwindlern in die Hände und nach vielen vergeblichen Anstrengungen für die Einführung der Maschine in Frankreich, Deutschland und Österreich kehrte er krank und gebeugt nach Dänemark zurück. Hier fand er wieder Beistand und Aufmunterung bei seinem alten Gönner Gjödwad. Zwar geschahen auch von anderer Seite Schritte, die Sörensens Zukunft wenigstens sorgenfreier gestalteten, aber Kummer und frühere Nahrungssorgen hatten seinen Lebensfaden durchschnitten und er erlag seinen Leiden am 30. Januar 1861.
Die Schreibkugel.
R. Malling Hansen.
Mit der Setzmaschine verwandt ist die Schreibmaschine oder Schreibkugel. Der erste, der mit einer solchen wirkliche Erfolge erzielte, war der Direktor der königlichen Taubstummenanstalt in Kopenhagen, R. Malling Hansen. Durch sein Nachsinnen über die Mittel zu einer leichteren Verständigung zwischen Taubstummen und Blinden kam er auf den erwähnten Apparat, den er nach und nach sehr vervollkommnet hat.
Durch die Oberfläche einer hohlen metallenen Halbkugel geht eine Anzahl von Stahlstiften, die wie Radien eines Kreises nach dem Mittelpunkte zusammenlaufen, was durch künstliches Unterschneiden der Stifte ermöglicht wird. Auf dem unteren Ende eines jeden derselben ist ein Antiqua-Versalbuchstabe erhaben geschnitten, wie jeder Typenstempel. Unter dem Mittelpunkte, wo alle Buchstaben zusammentreffen, liegt das Schreibpapier mit einem Farbepapier bedeckt. Durch den Druck mit dem Finger auf den Knopf eines Stempels wird dieser nach dem Zentrum geführt und übt einen Druck auf das Farbepapier, wodurch der Buchstabe auf das weisse Papier abgefärbt wird. Nach jedem Druck bewegt sich das Papier soweit seitwärts zurück, dass der nächste Buchstabe in die richtige Entfernung von dem vorhergehenden zu stehen kommt. Ist die Zeile voll, schiebt sich das Papier so weit nach oben, dass es in die richtige Lage kommt, um die folgende Zeile aufzunehmen. Eine Schnelligkeit von 20000 Buchstaben in der Stunde ist noch keine übertriebene. Durch Übereinanderlegen von bis zu zehn Schreib- und Farbeblättern ist es möglich, eine ebenso grosse Anzahl Drucke gleichzeitig zu schaffen, die wieder durch elektrische Verbindung mehrerer Apparate nach Belieben gesteigert werden kann.
Die Maschinenfabrikation.
J. G. A. Eickhoff * 4. März 1809, † 30. Mai 1875.
Die erste eiserne Handpresse in Dänemark wurde 1836 von Hüttemeyer, die erste Schnellpresse 1847 von J. G. A. Eickhoff aus Wittenförden in Mecklenburg-Schwerin nach dem System König & Bauer hergestellt. Seine 200. Maschine folgte 1874. Über 125 davon gingen nach dem Auslande, namentlich nach Schweden und Russland. Eickhoff baut auch Rotationsmaschinen.
Die Papierfabrikation ist besonders durch die Familie Drewsen in die Höhe gebracht. Das dänische Fabrikat ist in den Mittelsorten ein sehr brauchbares. Die Buchbinderei nahm stets einen respektablen, wennauch keinen hervorragenden Platz ein.
Lithographie.