Die Papierfabrikation.
Die Papierfabrikation Schwedens hat eine grosse Bedeutung und die Zahl der Fabriken beträgt etwa 60. Es wird sehr gutes Papier fabriziert, wennauch für gewöhnlich ein recht mittelmässiges Fabrikat zur Verwendung kommt. Schweden mit seinem grossen Reichtum an Holz und Wasserkraft hat die Fabrikation des Holzstoffes mit Eifer ergriffen und führt bedeutende Quantitäten aus. Seine erste Farbenfabrik erhielt es erst vor wenigen Jahren durch O. Marin in Söderköping.
Finnland.
Finnland, politisch mit Russland vereinigt, im Besitz seiner nationalen Sprache und einer, wennauch nicht bedeutenden, nationalen Litteratur, in dem höheren litterarischen Verkehr sich der schwedischen Sprache bedienend, ist in betreff des Buchgewerbes mehr zu Schweden als zu Russland gehörend zu betrachten.
Typographen.
Die bedeutendste typographische Familie ist die Frenckellsche. Statt der nach Stockholm verlegten Druckerei (I, S. 158) erhielt Åbo 1772 eine neue Offizin, die im Jahre 1750 in die Hände von J. C. Frenckell kam, welcher 1755 zum akademischen Buchdrucker ernannt wurde, und 1802 noch eine Druckerei in Helsingfors, wohin 1829 die Universität von Åbo verlegt wurde, gründete, die noch kräftig blüht.
Zeitungen.
Im Jahre 1771 erschien die erste schwedische Zeitung in Åbo; 1776 die erste in finnischer Sprache. Unter der strengen Zensur konnte die Zeitungslitteratur nur einen sehr langsamen Fortgang nehmen, erst in den sechziger Jahren unseres Jahrhunderts trat ein erheblicher Umschwung ein, so dass im Jahre 1878 24 Zeitungen in schwedischer, 30 in finnischer Sprache erschienen. 1871 hatte Finnland 20 Buchdruckereien, die sich auf 12 Städte verteilten, davon kamen 7 auf Helsingfors. Die Zahl der Gehülfen betrug 118, der Lehrlinge 99. Schnellpressen gab es 12, Handpressen 45. Jetzt hat Finnland 40 Buchdruckereien.