Dem Bedürfnis nach einer guten Glätte half namentlich Bramahs „Hydraulische Presse“ ab, die im Vergleich mit der Schraubenpresse den grossen Vorteil hat, dass die Reibung nicht mit der Zunahme des Druckes wächst, der in dem letzten Augenblick eine enorme Steigerung erreichen kann.
Weitere Verdienste erwarb sich Bramah durch seine Präg- und Numeriermaschinen, von welchen eine der frühesten 1809 bei dem Druck der Noten der englischen Bank Verwendung fand. Vor dieser Zeit mussten die Nummern und das Datum mit der Hand eingeschrieben werden. Es dauerte nicht lange, so verwendete die englische Bank 40 Bramahsche Maschinen[37].
Die Schnellpresse.
So wichtig nun auch alle die erwähnten Verbesserungen und Erfindungen waren, so verschwanden sie doch gegen die grosse, am 28. November 1814 der Welt als vollzogen angekündigte That, „dass die Times auf einer durch Dampf betriebenen, ohne Beihülfe von Menschenhänden arbeitenden Schnellpresse gedruckt sei“.
Fr. König.
Mit besonderem Stolz blickt Deutschland auf dieses Ereignis, denn der Name des deutschen Erfinders Friedrich König wird neben dem Gutenbergs auf ewige Zeit mit Anerkennung und Dankbarkeit genannt werden. Ganz ohne Bitterkeit bleibt die Freude hierüber allerdings nicht, denn die Verhältnisse lagen damals für Deutschland so schlimm, dass es, wie König selbst sagt, nicht möglich gewesen wäre, ohne die Beihülfe Englands die Erfindung für das praktische Leben nutzbar zu machen. Für uns erwächst hieraus die Notwendigkeit, die Anfänge der Geschichte der deutschen Erfindung der Schnellpresse in Verbindung mit der typographischen Geschichte Englands zu behandeln[38].
Th. Bensley.
Andr. Fr. Bauer.
John Walter.