Ebenfalls einen bedeutenden Ruf hatten die Firmen W. Blackwood & Sons und R. & W. Chambers.
Blackwood d. ä. * 20. Dez. 1776, † 16. Sept. 1834.
Blackwood d. j. * 7. Dez. 1818, † 29. Okt. 1879.
Erstere wurde von William Blackwood 1804 begründet. Blackwood trieb erst Antiquariatsgeschäfte; 1811 fing er an zu verlegen. Das 1817 begonnene Edinburgh Monthly Magazine wollte nicht „ziehen“. Nach sechs Nummern erschien als Nr. 7 Blackwoods Magazine, das sofort Beifall fand. 1827 wurde die Edinburgh Cyclopaedia in 18 Bänden vollendet. Der Sohn Will. Blackwood, der von 1840–1845 das Londoner Geschäft der Firma verwaltet hatte, dann aber nach Edinburgh gezogen war, redigierte das Magazin bis zu seinem Tode mit der äussersten Sorgfalt[59].
W. Chambers * 1800.
Rob. Chambers * 4. Febr. 1802, † 17. Mai 1871.
Vor etwa sechzig Jahren gründeten die Brüder William und Robert Chambers erst eine Buchhandlung und dann eine Buchdruckerei mit einem Kapital von 3 £ Sterl., einem halben Zentner Schrift und einer elenden Holzpresse in der Absicht, gute und billige Bücher zu drucken. Tüchtigkeit und Energie brachten das Geschäft rasch in die Höhe. Am 4. Februar 1832 wurde das heute noch blühende Chambers Edinburgh Journal, das sofort 50000 Abnehmer fand, und 1845 deren 90000 zählte, gegründet. Dieses Journal, das vier Wochen vor dem Penny Magazine begann, hat sehr viel zu der Bildung des englischen Publikums beigetragen. 1844 begann Rob. Chambers ein höchst verdienstliches Werk: Cyclopaedia of English Litterature, enthaltend Biographien und kritische Charakteristiken von 832 Autoren nebst Proben ihrer Werke. 130000 Exemplare davon wurden in England verbreitet, eine nicht geringere Anzahl in Amerika[60].
Buchdrucker in der Provinz.
Von den bedeutenden Buchdruckern Edinburghs in neuester Zeit nennen wir Nelson & Co. mit ihrer grossen, sehr praktisch eingerichteten Offizin und W. C. Blackie & Co., namentlich in Accidenzien bedeutend. Unter den Buchdruckern der Provinz zeichnet sich Stephan Austin in Hereford durch seine schönen orientalischen Drucke aus. John Heywood in Manchester besitzt vier Etablissements von grösster Ausdehnung, namentlich für die Stationery. Durch ein kleines Werkchen: The bona fide Pocket Dictionary hat sich John Bellow in Gloucester einen Namen unter den Meistern aller Zeiten erworben. Die zu dem Büchlein verwendete Schrift, nur 3⅜ typographische Punkte gross, schnitten Millar & Richard in Edinburgh und London.