„Ja, könntet ihr das!“ rief der Sommer aus.
„Ja, das hätte Sinn,“ brummte der Winter.
„Wir können’s,“ erklärte der Herbst. „Wir verstehen euch beide, weil wir etwas von euch beiden in uns haben. Wenn ihr euch einander nähert, wird der eine von uns beiden zwischen euch treten; und das Land, wo wir sind, soll dann unser sein.“
„Ich lasse niemals von meiner Eisburg im Norden!“ rief der Winter.
„Ich dulde keinen fremden Fürsten in meinem Sonnenschloß im Süden!“ rief der Sommer.
„Das sollt ihr auch nicht,“ sagte der Herbst. „Dort, wo ihr in eurer ganzen Macht herrscht, soll niemand euch stören. Aber nun hört, was ich sagen will. Wenn ihr über die Erde hinzieht, werden der Frühling und ich stets zwischen euch sein, die Spuren dessen, der fortzieht, mildern und dem Kommenden den Weg bahnen. So wollen wir eine Weile herrschen, jeder zu seiner Zeit und ein jeder den vierten Teil des Jahres lang. Wir wollen einander folgen in einem Kreise, der nie durchbrochen, nie verändert wird. So kommt Friede und Ordnung in die Angelegenheiten der armen Erde.“
Als der Herbstfürst gesprochen hatte, schwiegen alle eine Weile und schauten vor sich hin. Der Winter und der Sommer mißtrauten einander, und keiner wollte das erste Wort sprechen. Aber der Frühling und der Herbst erhoben sich bald und verneigten sich vor den beiden andern Machthabern.
„Ich will das Tuch des Sommers ausbreiten,“ sagte der Frühling.
„Ich will das Ruhelager des Winters zurechtmachen!“ versprach der Herbst.