„Ich will Erde und Wasser von den Fesseln des Eises befreien und für deine Herrlichkeit vorbereiten, du holder Sommer,“ sagte der Frühling.

„Ich werd’ dich in die Ferse beißen,“ schrie der Winter.

„Und ich will deinem Sturm und Schnee Platz schaffen, gestrenger Winter,“ sagte der Herbst. „Aber zuerst will ich den Ertrag des Sommers unter Dach bringen.“

„Ich will dir meine letzten Sonnenstrahlen nachsenden und dir schöne Tage geben,“ gelobte der Sommer.

Wieder saßen die vier Fürsten schweigend da und starrten über die Erde hin.

Und wieder wurde es Abend und Nacht. Der Mond stieg auf den Schneeberg, die Rosen des Sommers dufteten, der Frühling summte und griff in die Saiten der Laute, der bunte Mantel des Herbstes flatterte im Winde.

*

Am nächsten Morgen erhob sich der Winter und stand hoch und gewaltig auf seinem Berge da. Da folgten die anderen Fürsten seinem Beispiel.

„Mag es denn so sein!“ verkündete der Winter. „Hunderttausend Jahre lang soll es so sein und nicht anders. Wenn diese Zeit abgelaufen ist, treffen wir uns wieder hier und reden miteinander darüber, wie es gegangen ist.“