„Holla,“ sagte der Winter, „nur immer sachte, Kinder, immer sachte!“

Er hieß die Winde sich wieder legen, und knurrend krochen sie hinter die Berge.

„Ich hatt’ euch gebeten, das Eis nicht zu zerschlagen,“ brummte der Winter. „Nun muß ich sehen, eure Dummheit wiedergutzumachen. Denn Land und Wasser sollen verrammelt sein, wenn der Windbeutel von Frühling mit seinem Leierkasten getrippelt kommt.“

Als die Nacht anbrach und die Sterne erglänzten, starrte der Winter mit seinen kalten Augen auf den Fluß, und im selben Augenblick legte sich wieder Eis auf das Wasser. Aber die Wellen brachen es auf der Stelle entzwei. Sie hüpften und tanzten und knickten die dünne Rinde, sooft sie über ihnen eine Brücke schlug.

„Was ist das?“ fragte der Winter erstaunt.

In diesem Augenblick ertönte unten im Tal ein leiser Gesang:

„Spielt auf, spielt auf,

haltet Tritt im Lauf,

ihr Wellen blau und sanft!“