Endlich erreichten sie dann die Färöerinseln, ihre Heimat.

Sie schrien und kreischten vor Freude, als sie die hohen Felsen aus dem Meere aufsteigen sahen, und die Flügel bekamen neue Kraft, so müde sie von dem langen Fluge auch waren. Sie stürzten sich auf die Klippen wie auf eine Beute, und bald war kaum ein Fleck vorhanden, wo nicht ein glücklicher Vogel saß und mit den Flügeln um sich schlug und aufschrie.

„Nun will ich euch ein gutes Brutplätzchen zeigen,“ sagte die Tante zu den beiden Jungen, die dasaßen und sich verliebt ansahen. „Kommt mit mir auf die andere Seite des Felsens.“

Da flogen sie mit ihr und kamen zu einer Stelle, wo der Mann, dem der Felsen gehörte, kleine Holzhäuser für die Vögel angebracht hatte. Es war gerade noch eines von ihnen frei, und das nahm der Bräutigam sofort in Besitz.

„Hier drinnen kannst du wirklich schön warm und gut auf unseren Eiern liegen, Geliebte,“ sagte er.

„Ja... und du,“ antwortete sie. „Du weißt doch, du versprachst mir, mir die Hälfte der Arbeit abzunehmen.“

„Ob ich es weiß,“ sagte er und küßte sie.

„Gott, wie entzückend ist das,“ rief die Tante.

„Übrigens mag ich gar nicht in der ekelhaften Kiste wohnen,“ sagte die Braut. „Ich hab’ mich so unbändig darauf gefreut, daß wir beiden Tang und Stroh und Heidekraut zusammenschleppen würden, so wie du es mir von dir und deiner vorigen Frau erzähltest. Und so will ich es auch haben.“