„Und mein Korn wird versengt,“ seufzte der Bauer.

Am nächsten Morgen erschraken die Freunde ernstlich, als sie einander betrachteten.

Sie waren überhaupt nicht wiederzuerkennen, so sahen sie aus. Gelbe, hängende Blätter, welke Blüten und trockne Wurzeln. Nur das Moos sah noch aus wie sonst.

„Merkst du nichts?“ fragte der Haselstrauch.

„Gewiß merk ich was,“ erwiderte das Moos. „Aber man kann es mir nicht ansehn. Ich kann stehn und schon einen ganzen Monat tot sein und dabei aussehen, als ob ich noch ganz lebendig wäre. Ich kann nichts dafür.“

„Ich will doch mal hinauf und nach einer Wolke ausschauen,“ sagte der Hänfling.

Und er flog empor, so hoch hinauf, daß er für die andern vollkommen verschwand. Als er zurückkam, erzählte er, es stehe eine Wolke weit, weit im Westen.

„Bitt sie, daß sie herkommt!“ flehte die Glockenblume mit matter Stimme.

Und der Hänfling flog wieder fort und kehrte nach einer Weile mit dem traurigen Bescheid zurück, daß die Wolke nicht kommen könne.

„Sie möchte wohl,“ sagte der Hänfling. „Es gefällt ihr gar nicht, da oben mit all dem Regen zu hängen. Aber sie muß warten, bis der Wind sie holt.“