„Nun spielst du mit!“ rief der Adler. „So sind die Menschen.“
Aber er bekam keine Antwort; so entsetzt waren alle über das Geschehene.
Die Nacht verrann, und im Osten dämmerte der Tag.
Der Bär fand sich ein und fraß von dem Leichnam, und der Adler desgleichen. Nachher kam auch der Rabe herbei und fand eine Herrenmahlzeit an dem, was die andern übriggelassen hatten.
Der Regen peitschte, und der Sturm schlug das Gestein los, und es zerschmetterte und begrub die Gebeine des Toten. Bald war jede Spur von ihm verwischt, und das Land war böse und öde wie zuvor. Zwischen den Steinen aber lag der Bleiklumpen mit einem großen roten Fleck auf der einen Seite.
3. Kapitel:
Die Goldgräber.
Einen Monat später kam ein Trupp Goldgräber in das böse Land. Es waren sieben Mann, die recht wunderlich aussahen. Sechs davon waren große, wilde Burschen mit mächtigen Bärten und einer Flinte auf der Schulter und mit Dolch und Pistole im Gürtel. Der siebente war ein kleiner armseliger Gesell; er war ihr Koch, Diener und Schuhputzer und stets bereit, alles zu tun, wenn er nur einen kleinen Anteil an dem Golde bekam.
Denn des Goldes wegen waren sie gekommen. Sie hatten den ungeheuren Goldklumpen gesehen, der in dem bösen Lande gefunden worden war; und jener Mann, der ihn mitgebracht hatte, verplapperte sich eines Tages in der Trunkenheit, so daß sie die Spur leicht finden konnten: Gleich am Tage ihrer Ankunft begannen sie mit der Arbeit. Sie schlugen ein Zelt auf und zündeten mehrere Feuer an; und dann zerstreuten sie sich im Tale; und ihre Hacken erklangen, während ihre Augen gierig zu Boden starrten.
„Hier!“ rief einer von ihnen.