Der Junge hielt ihre Hand fest: „Es sind so viele hier, Mutter... Gib nur ja auf mein Messer acht, während ich krank bin, damit es nicht rostet... nicht wahr, Mutter?“
„Gewiß, das werd’ ich tun. Denk’ bloß nicht daran.“
„Und dann läßt der Sauerstoff dich vielmals bitten, doch ja das Fenster aufzumachen. Sonst fürchtet er, daß er die Nacht nicht mehr überlebt.“
Mutter schüttelte den Kopf, beschwichtigte ihn und packte ihn in die Decke ein. Sie sah, daß er starkes Fieber hatte und phantasierte. Dann stand Vater in der Tür. Die Stimmen hatten ihn geweckt.
„Er redet ganz irre,“ sagte Mutter. „Ich verstehe kein Wort von dem, was er sagt.“
„Vater,“ rief der Junge. „Beeile dich und mach ein Fenster auf, sonst kann der Sauerstoff die Nacht nicht überleben. Hier ist zu viel Stickstoff, und dann ist die Kohlensäure da, von der ich mir keine rechte Vorstellung machen kann. Aber so viel steht fest, daß die Lampe ausgeht und wir alle ersticken müssen, wenn du nicht das Fenster öffnest.“
„Er phantasiert von etwas, was er in der Schule gehört hat,“ sagte der Vater.
Da gab Mutter ihm ein Pulver Antifebrin, und Vater ging ans Fenster und zog die Gardine zurück.
„Ich darf das Fenster nicht öffnen, mein Junge. Darüber würde der Doktor sehr böse werden, weil es noch so kalt ist. Siehst du, wie der Mond hereinscheint?“
Der Junge bat nochmals, das Fenster zu öffnen. Sie setzten sich auf den Bettrand, streichelten seine Wangen und redeten ihm gut zu.