Und dann schwieg er wie vorhin. Er sehnte sich bloß danach, daß sie wieder gehen möchten, damit er mit dem Sauerstoff reden könnte. Darum schloß er die Augen, als ob er schliefe. Als sie eine Weile seinen regelmäßigen Atemzügen gelauscht hatten, da glaubten sie es und schlichen still hinaus.
„Sauerstoff,“ fragte bald darauf der Junge, „bist du da?“
„Gewiß,“ entgegnete der Sauerstoff. „Sonst wär’ es um dich und mehrere andre übel bestellt. Aber gut geht es mir nicht.“
„Ist der Stickstoff auch hier?“ fragte der Junge.
„Allerdings,“ antwortete der Stickstoff.
„Und die Kohlensäure?“ forschte der Junge.
„Es lohnt nicht, von mir zu sprechen,“ sagte mit kleiner, dünner Stimme die Kohlensäure. „Ich bin zu unbedeutend.“
„Du bist schlimmer als der Stickstoff,“ meinte der Sauerstoff. „Das muß ich sagen, obwohl du mein eignes Kind bist. Wenn es nur bald Tag werden möchte! Wenn die Sonne kommt, trinkt die Pelargonie so viel Kohlensäure, wie sie kriegen kann.“
Der Junge lag lauschend da und sagte nichts.
Seine Wangen brannten wie Feuer. Von seiner Stirn troff der Schweiß herab, und seine Augen strahlten erschreckend klar. Auch durstig war er. Darum griff er zum Milchglase und trank ein wenig. Aber Angst hatte er nicht mehr.