Die starke Eiche nickte mit ihren knorrigen Ästen, der Hirsch senkte betrübt sein Geweih, der Regenwurm flüsterte im Erdreich sein „Ja!“ und die Bienen zitterten vor Angst.

„So ist es!“ sagte die Löwin. „Für ihn sind wir entweder nützlich oder schädlich — sonst nichts. Findet er eine Blume hübsch, so nimmt er sie in seine Hut; mag seine Nase ihren Geruch nicht ausstehen, so zertritt er sie. Spendet ein Baum ihm im Schlafe Schatten, so läßt er ihn wachsen. Steht der Baum ihm aber im Wege, oder kann er das Holz gebrauchen, so fällt er ihn. Verspricht ein Tier ihm Nutzen, so fängt er es ein und macht es zu seinem Sklaven. Er bekleidet sich mit seinem Fell, er ißt sein Fleisch und läßt es arbeiten. Er hört nicht auf, wenn er satt ist, wie wir andern. Gierig, wie er ist, fängt er Tiere ein und sammelt Früchte für eine lange Zeit, damit er nie Not zu leiden braucht.“

„Das ist wahr! Das ist wahr!“ riefen die Tiere im Chor.

„Wartet nur!“ fuhr die Löwin fort. „Ich bin noch nicht zu Ende... Er ist kein redlicher Jäger wie wir. Er erringt sich seine Beute nicht, auf seinen Beinen laufend... sondern er reitet zur Jagd auf dem Rücken des Pferdes, das er gezwungen hat, ihn zu tragen. Er packt seine Beute nicht mit seinen Krallen, tötet sie nicht mit seinen Zähnen... Er hat eine seltsame Waffe, die durch die Luft fliegt und dem, den sie trifft, den Tod bringt.“

„Wir kennen sie,“ sagte der Hirsch.

„Sie ist an meinem Auge vorübergesaust,“ ergänzte der Wolf.

„Sie hat meinen Flügel getroffen,“ berichtete der Adler.

Und die Löwin setzte ihre Anklage fort:

„Er trinkt nicht das Blut, ißt nicht das Fleisch wie wir. Sondern er brät es am Feuer... es brennt immer Feuer in seiner Hütte. Er hat der Natur Gewalt angetan... Wir haben das Feuer nur gekannt, wenn der Blitz einschlug und einen alten Baum in Flammen setzte... Er schlägt Steine gegeneinander, und es entstehen Funken... er reibt zwei Stücke morsches Holz aneinander, und eine Lohe schlägt heraus.“