„Guten Tag, guten Tag,“ erwiderte der Bohrwurm. „Entschuldige, ich vergaß gewiß, mich vorzustellen. Ich bin der Bohrwurm, und ich möchte gerne bei dir wohnen.“
„Du bist willkommen,“ sagte der Pfahl. „Wenn du dich nur wohl fühlst! Es ist immer ein Vergnügen für ein altes Wrack wie mich, sich nützlich machen zu können. Und dann ist es ja schön, wenn man hier und da ein wenig mit jemand plaudern kann.“
„Ich habe nicht viel Zeit zum Plaudern,“ antwortete der Bohrwurm. „Aber da kommt die Auster. Ich werde dich ihr empfehlen, falls sie sich die Hörner abgelaufen hat und daran denkt, sich festzusetzen. Das ist eine redselige Mamsell, das kannst du mir glauben. Sie gehört zu meiner Familie, ist aber zu fein für einen Arbeitsmann wie mich.“
Und dann kam die Auster.
Der Bohrwurm rief sie an und erzählte, daß hier eine gute Wohnung bei dem alten Pfahl frei sei.
„Wenn ich euch nur beide unterbringen kann,“ sagte der Pfahl betrübt. „Ich möchte so gerne; aber wenn du ebenso in mir herumrumorst wie der Bohrwurm, dann wird es, denke ich, kein gutes Ende nehmen.“
„Es braucht dir nicht bange zu sein,“ erwiderte die Auster und lachte still und vornehm vor sich hin. „Der Bohrwurm und ich haben nicht viel gemeinsam, und wir leben jeder auf seine Weise. Ist das Wasser hier in der Gegend frisch? Rinnt es lebhaft? Ist der Grund klar?“
„Das glaube ich wohl,“ sagte der Pfahl. „Aber du fragst ja nur nach den Bequemlichkeiten außerhalb des Hauses.“
„Das ist das einzige, was mich interessiert,“ entgegnete die Auster. „Und ich frage nicht deshalb, weil ich ausgehen und mich unterhalten will. Wenn ich mich jetzt auf dir festsetze, dann bleibe ich sitzen und rühre mich nie vom Fleck.“
„Gott behüte,“ sagte der Pfahl. „Dann bist du ja ein unvergleichlich ruhiger Logiergast ... Darf ich fragen, ob du nicht wenigstens hin und wieder ausgehst, um zu essen?“