„Von euch hat wohl keiner einen Frosch gesehen?“ fragte er. „Unten im Moor ist keiner; und ich habe heute noch nicht gefrühstückt.“

Da kam die Drossel geflogen und setzte sich auf das Dach des Starkastens.

„Wie ihr die Flügel hängen laßt,“ sagte sie. „Was ist euch denn?“

„Ach,“ antwortete der Star, „nichts Besonderes, aber die Blätter fangen an zu fallen, und die Schmetterlinge und Fliegen und Würmer sind verzehrt.“

„Ja, das ist ja allerdings schlimm für euch,“ sagte die Drossel.

„Etwa nicht ebenso schlimm für dich, du Großmaul?“ sagte die Schwalbe.

Aber die Drossel trillerte vergnügt und schüttelte den Kopf.

„Durchaus nicht,“ sagte sie. „Hab’ ich doch immer noch die Tannen, die verlieren nie die Blätter. Und dann kann ich noch viele Wochen lang von all den herrlichen Beeren im Walde leben.“

„Wir wollen aufhören mit dem Gezänk,“ erklärte der Storch. „Wir wollen lieber beratschlagen, was wir tun sollen.“

„Da ist wirklich nicht viel zu überlegen,“ antwortete der Star. „Wir haben keine Wahl. Wir müssen abreisen. Alle meine Jungen fliegen jetzt ganz gut; wir haben alle Morgen auf der Wiese exerziert. Ich habe sie schon darauf vorbereitet, daß wir in den nächsten Tagen abreisen.“