„Komm herunter zu uns!“ riefen der Buchfink und die Kohlmeise.

Aber der Sperling schüttelte den Kopf und blieb auf dem Dache sitzen.

„Ich sterbe vor Sehnsucht, ich kann es nicht aushalten!“ schrie er und machte einen langen Ausflug durch die Luft, um sein Blut zu beruhigen.

Aber es half nichts. Wo er auch hinkam, alles kam ihm ärmlich und kahl vor. Draußen auf dem Felde stieg die Lerche empor und sang ihre Triller.

„Guten Morgen, Spatz!“ zwitscherte sie. „Es freut mich zu sehen, daß du daheim geblieben bist. Ich bleibe auch hier, solange ich es nur aushalten kann. Es ist so wunderschön hier in der Heimat, und im Winter. Sieh nur, wie sich die Bäume mit Reif geschmückt haben, und wie blank das Eis und wie glänzend weiß der Schnee ist!“

„Hier ist’s erbärmlich,“ erwiderte der Sperling. „Armut und Not allerwegen.“

Aber die Lerche hörte gar nicht, was er sagte; jubelnd flog sie weiter.

„Rab!“ krächzten die schwarzen Dohlen. „Der Winter ist gar nicht so schlimm.“

Und stolz spazierten sie auf dem Felde umher und sahen sich nach allen Seiten um, denn sie wußten, daß sie sich gut ausnahmen auf dem weißen Schnee.