„Leih mir deine Flügel!“ sagte der Winter zum Sturmwind. „Ich muß fort!“

Und weg flog er nach den kalten Ländern hoch im Norden, wo immer Winter ist.

Aber der Junker Frühling schickte Botschaft, daß man ihn nun bald erwarten könne.

Der einzige, der nichts merkte, das war der Sperling.

Er lag jetzt den ganzen Tag in dem Schwalbennest und flog nur ein Viertelstündchen aus, um ein wenig Nahrung in den Leib zu bekommen. Er hatte keine Ahnung davon, daß es jetzt wieder Sommer werden sollte. Denn er war ganz närrisch geworden und bildete sich ein, er wäre die Schwalbe.

Aber dann kehrte die Schwalbe eines Tages zurück.

„Tsi! Tsi!“ trillerte sie. „Ist alles bereit, uns aufzunehmen?“

Sie wollte erst selber nachsehen, und darum flog sie den ganzen Tag auf Feld und Wiese umher.

„Sehr viele Mücken sind noch nicht da; aber die können ja noch kommen,“ sagte sie am Abend, als sie zurückflog.

Sie guckte in den Starkasten hinein, um den Nachbarn zu begrüßen; aber da war gerade niemand daheim; und dann schickte sie sich an, zu Bett zu gehen.