„Jetzt kann der da drinnen zufrieden sein!“ dachte sie und fing an, sich ein neues Nest zu bauen.
Drei Tage später trafen sich die Schwalbe und der Star auf der Wiese. Sie begrüßten sich und erzählten, was sie erlebt hatten seit dem Herbst.
„Das Sonderbarste kommt zum Schlusse!“ sagte die Schwalbe. „Kannst du dir denken ... als ich nach Hause kam, hatte der Sperling mein Nest in Beschlag genommen; und ich konnte ihn gar nicht herausbekommen.“
„Was!“ rief der Star. „Was hast du denn da mit ihm angefangen?“
„Komm mit, dann wirst du sehen,“ antwortete die Schwalbe. Sie flogen beide zu dem Neste; und die Schwalbe erzählte, wie sie sich gerächt hatte.
Sie hackten mit ihren Schnäbeln ein Loch in das Nest; und der unglückliche Sperling fiel tot zu Boden.
„Es geschah ihm recht,“ sagte die Schwalbe; und der Star nickte, denn er war derselben Meinung.
Aber der Buchfink und die Kohlmeise standen unten auf der Erde und betrachteten den toten Vogel.
„Der arme Sperling,“ sagte der Buchfink, „er tut mir leid.“
Doch die Kohlmeise erwiderte: „Er konnte kein besseres Geschick erwarten. Er war ehrgeizig; und das darf man nicht sein, wenn man ein Sperling ist.“