„Was befehlen Ew. Gnaden?“ fragte die alte Biene mit vielen Verbeugungen und Kratzfüßen.

„Mehr Honig!“ riefen sie alle wie aus einem Munde. „Aber ich zuerst, ich zuerst; ich werde Königin!“

„Auf der Stelle, auf der Stelle, Ew. Gnaden!“ antwortete das Kindermädchen und lief von dannen, so schnell seine sechs alten Beine es tragen konnten.

Bald darauf kam die Alte mit mehreren andern Bienen zurück. Sie schleppten eine Menge Honig mit sich; den steckten sie den unzufriedenen kleinen Prinzessinnen in den Mund; und nach und nach schwiegen die denn auch still und legten sich schlafen.

Aber die kleine Made war wach und dachte nach. Sie war gar zu hungrig und rüttelte an ihrer Tür.

„Gib mir Honig! Ich kann es nicht mehr aushalten! Ich bin nicht schlechter als die anderen!“

Die alte Biene befahl ihr zu schweigen.

„Sei still, du kleiner Schreihals; die Königin kommt!“ Und da kam die Königin auch wirklich schon.

„Macht daß ihr fortkommt,“ sagte sie zu den Bienen. „Ich will allein sein!“

Lange stand sie stumm vor den Stuben der Prinzessinnen.