Nach einiger Zeit war der ganze Meeresboden voller Salzkrautpflanzen, die sich ausbreiteten und blühten, Schlick sammelten und Samen auswarfen. Das Wasser wurde immer niedriger.
„Darf man sich hier aufhalten?“ fragte der Tangbusch.
„Rücke lieber etwas weiter fort,“ entgegnete das Salzkraut.
„Kann ich denn?“ seufzte der Tangbusch verdrießlich. „Ich sitze auf einem Stein, den kaum das Meer von der Stelle bewegen kann; so tief steckt er im Sande.“
„Ja, ich kann dir nicht helfen,“ sagte das Salzkraut. „Deine Zeit ist vorbei. Auch die meine wird einmal vorübergehen.“
Und der Boden wuchs mehr und mehr an. Jetzt war kaum noch etwas andres da als Pfützen zur Flutzeit. Dann starb der Tangbusch.
„Ich finde übrigens auch, daß es hier etwas trocken zu werden anfängt,“ sagte das Salzkraut.
„Ich werde dir helfen,“ meinte der Bauer. „Du stiftest Nutzen; ich kann dich gut leiden.“
Er grub tiefe Gräben, darin das Wasser eine Weile stehen blieb; und da wuchs das Salzkraut stark und üppig. Es bildete einen regelrechten grünen Teppich überm Meeresboden. Und in diesem Teppich sprangen munter alle möglichen Tiere umher, die einander auffraßen und starben und den fruchtbaren Boden düngten.
Das Meer kam und ging wie gewöhnlich.