„Es ist ja so, als hätte ich ein ganzes kleines Stück; von der Welt in meinem Kopfe,“ sagte der Weidenbaum.
„Es ist nicht gesund, zu viel im Kopfe zu haben,“ belehrte ihn die Eiche.
„Einst hab’ ich eine große, herrliche Krone gehabt,“ sagte der Weidenbaum bekümmert. „Jetzt bin ich mit weniger zufrieden. Man muß das Leben nehmen, wie es kommt.“
„Ganz recht,“ sagte der wilde Rosenstrauch.
„Es wird schon alles gut werden,“ fiel der Holunderstrauch ein. „Ich sagte es ja.“
„Simpler, genügsamer Gesell,“ sagte die nächste Pappel.
„Simpler ... genügsamer ... Gesell,“ rauschte es die Allee entlang.
*
Der Winter verging und der Frühling kam ins Land. Mitten im Wipfel des Weidenbaums kam ein kleiner, grüner Zweig zum Vorschein.
„I, was bist denn du für einer?“ fragte der Weidenbaum.