„Ich bin eine Erdbeerpflanze,“ sagte der Schößling. „Und zwar eine der vornehmsten. Ich glaube, ich gehöre zu derselben Familie, die im Garten des Herrenhofs wächst. Warte nur, bis ich Früchte trage, dann werden wir sehen!“
„Gott behüte,“ rief der Weidenbaum. „Wenn ich nur begreifen könnte, woher du gekommen bist!“
Und es kam ein anderer Schößling hinzu, der sich als Anfang eines Johannisbeerstrauches entpuppte. Und ein dritter, der zu einem kleinen, niedlichen Vogelbeerbaum heranwuchs. Löwenzahnpflänzchen waren in jedem Jahr ein paar zur Stelle. Die Bienen kamen und summten und sogen Honig und flogen damit heim zu ihren Körben. Die Schmetterlinge flatterten von Blüte zu Blüte, sogen hier und da ein wenig Honig und verzehrten ihn sogleich. Sie wußten, daß sie sterben mußten, darum hatte es keinen Zweck, etwas zu verwahren.
„Wie wunderbar!“ sagte der Weidenbaum. „Wenn ich doch nur wüßte, woher all das Glück gekommen ist!“
„Danach soll man nicht fragen, sondern es hinnehmen, wenn es kommt,“ belehrte ihn der Holunderbusch.
Und der Rosenstrauch prophezeite: „Du wirst ein schönes Alter haben.“
„Du wirst immer hohler,“ sagte die Eiche. „Denke daran, was ich dir von meinem armen, alten Onkel erzählt habe!“
Die zunächst stehende Pappel aber erklärte: „Er ist mit der Zeit schwachsinnig geworden.“
„Schwachsinnig geworden ... schwachsinnig geworden,“ rauschte es die Allee entlang.