„Gott sei Dank! ... Gott sei Dank! ... Gott sei Dank!“ rauschte es die Allee entlang.

Am nächsten Vormittag kam der Förster. Er hatte bloß eine Axt bei sich, denn er dachte, er brauche nur ein paar Schläge zu tun, um mit dem alten, verfaulten Weidenstumpf fertig zu werden. Doch gerade, als er zuhauen wollte, gewahrte er den Johannisbeerstrauch oben im Wipfel. Der hatte große, reife Beeren. Er streckte die Hand aus, pflückte eine davon und aß sie.

„Das ist ja merkwürdig,“ sagte er. „Genau dieselben Beeren, wie im Garten auf dem Herrenhof. Der liebe Gott mag wissen, wie die hierher gekommen sind.“

„Förster! Förster!“

Der Sohn des Gutsherrn kam die Allee entlang gelaufen. Er wollte zusehen, wie die alte Weide gefällt wurde. Der Förster erzählte ihm von dem Johannisbeerstrauch, pflückte eine Beere und gab sie ihm.

„Heb mich in die Höhe; ich will mir selbst Beeren pflücken,“ sagte der Junge.

Da hob ihn der Förster hinauf. Mit beiden Händen ergriff der Junge die Weidenzweige dort oben und packte so hart zu, daß sie zerbrachen.

Dann umfaßte er die dünne Rinde des Baumes, die so verwittert war, daß er ein großes Stück in jeder Hand behielt. Aber dann klatschte er vor Verwunderung und Freude in die Hände und rief laut aus:

„Förster! Förster! Hier oben ist ein ganzer Garten! Hier stehen die herrlichsten Erdbeeren neben dem Johannisbeerbusch ... und hier steht ein kleiner Vogelbeerbaum ... und eine kleine, liebliche Eiche ... und Unkraut ist auch hier ... fünf gelbe Löwenzahn ... und ein Gerstenhalm, Förster ... Nein, wie schön das ist, wie schön das ist! Das muß meine Schwester sehen ... und Vater ...“