Die Möwen brüteten auf dem Lande und düngten es, so daß es mit jedem Tage fruchtbarer wurde. Planken kamen herangetrieben und Tang und was sonst noch im Meere schwamm; und das alles sammelte sich an und machte das neue Land höher und stärker.

Und so wie der Strandhafer die Salzkräuter erstickt hatte, so kam auch der Tag, wo der Strandhafer weichen mußte.

Das Harrilgras nahm seinen Platz ein. Und Schwingel und Beifuß.

„Jetzt glaub’ ich beinahe, daß es am besten ist, wenn ich ein wenig helfe,“ sagte der Bauer. „Hier kann eine schöne Wiese entstehen, wenn ich Glück habe.“

Aber weit draußen rief das Meer, das an diesem Tage ziemlich unruhig war:

„Vergiß nie, daß du das neue Land von mir bekommen hast! Wenn jemand dir erzählen will, daß ich böse sei und nur Unglück anstifte, so zeige ihm deine neue Wiese und sage ihm, daß das gute Meer sie dir geschenkt hat!“

„Das werde ich besorgen,“ erwiderte der Bauer; „wenn deine Großmächtigkeit das nur nicht eines Tages vergißt und mit der einen Hand nimmt, was sie mit der andern gibt. Ich halte es für das beste, die Wiese mit einem kleinen Deich einzufriedigen, für den Fall, daß du dich in einem Augenblick der Erregung vergessen solltest.“

„Darin steckt etwas Richtiges,“ sagte das Meer. „Bau’ du nur einen Deich, der mich daran erinnern kann, daß es mein Land ist, wenn ich es vergessen sollte. Du weißt ja wohl: wenn ich ernstlich böse werde, nützen dir die Narrenpossen nichts.“

„Das weiß ich allerdings,“ sagte der Bauer. „Ich entsinne mich ...“

„Gut,“ sagte das Meer, das nicht gern an seine Ausbrüche erinnert wurde, besonders wenn es unruhig war.