Der Regenwurm steckte nur den Kopf zum Loche heraus und sagte:
„Ich will Euch nur mitteilen, daß wir das ganze Haus untergraben haben. Es kann jeden Tag einstürzen.“
„Ha ha ha!“ lachte der Storch.
„Ihr dürft nicht über mich lachen! Was ich da sage, ist wirklich wahr. Denkt daran, wie viele unser sind. Es liegt oft an uns, wenn die Häuser sich senken und Risse bekommen. Und der alte Pfarrhof ist so baufällig und morsch, daß er bald einfallen wird.“
Der Storch fuhr fort zu lachen und hackte mit seinem Schnabel nach dem Wurm. Aber der war schon tief unten in der Erde. Und der Storch flog aufs Dach zu seiner Frau hinauf und erzählte ihr von dem lächerlichen Regenwurm, der sich einbildete, er könne das Storchennest und das ganze Haus zerstören.
„Man soll sich mit dieser Sorte nicht einlassen,“ sagte die gnädige Frau; „solche Leute bilden sich zu leicht etwas ein.“
„Das nächste Mal fresse ich ihn,“ sagte der Storch.
*
Eine Woche verging, und der Storch und der Regenwurm sprachen nicht mehr miteinander.
An einem schönen, warmen Sommertag saß das Storchenpaar oben auf dem Dache und besah sich seine Jungen, die im Neste lagen.