In diesem Augenblick kam ein Fisch daher, den die Seeanemone einfing und fraß. Und bald darauf trieb eine tote Muschel mit offenen Schalen heran. Sie segelte gerade auf den Einsiedlerkrebs zu, der ein Stück von ihr fraß und den Rest zur Seeanemone hinüberschob.
„Bitte schön,“ sagte er.
„Schmeckt sie nicht?“ fragte die Seeanemone.
„Ganz gewiß. Ich hab’ nur keinen Hunger mehr. Sonst hätte ich sie natürlich selber gefressen.“
„Natürlich.“
Als die Seeanemone gefressen hatte, zog sie die Arme ein, so daß sie wieder einer Feige glich.
„Jetzt bist du nicht mehr so schön wie vorher,“ sagte der Einsiedlerkrebs.
„Jetzt bin ich satt,“ sagte die Seeanemone. „Dann ist kein rechter Grund vorhanden, sich zu putzen. Und du bist gleichfalls satt; darum brauche ich keine Angst vor dir zu haben.“
„Wie vernünftig du sprichst! Dich möchte ich zum Freunde haben.“
„Was ist Freundschaft?“ fragte die Seeanemone. „Befreundet ist man, wenn man einander nützen kann.“