„Guten Morgen,“ die andere.

„Schönen Dank für den gestrigen Tag,“ sagte der Einsiedlerkrebs.

„Gleichfalls,“ sagte die Seeanemone.

„Ich habe in meinem Schneckenhaus gelegen und mir etwas überlegt,“ erzählte der Einsiedlerkrebs. „Siehst du ... nicht alle Tage trifft man jemand, mit dem man so vernünftig reden kann, wie wir beide gestern geredet haben.“

„Das ist wahr,“ gab die Seeanemone zu. „Mit den meisten, mit denen ich spreche, ist kein Staat zu machen. Außerdem sind da natürlich die, die man frißt. Aber mit denen spricht man ja nicht. Und die, die einen fressen. Aber die sprechen ja auch nicht mit einem.“

„Findest du nicht, daß wir zusammenbleiben sollten?“ schlug der Einsiedlerkrebs vor.

„Tja — —,“ sagte die Seeanemone. „Das könnte ja recht amüsant werden. Aber ich weiß nicht recht, wie es zugehen sollte; denn es besteht eigentlich kein sonderlicher Unterschied in unserer Ernährungsweise. Wenn dann eines Tages nicht genug für uns beide vorhanden ist, könnten wir leicht aneinander geraten; und das Ende vom Liede wäre vielleicht, daß der eine den andern auffräße.“

„Ja, das wäre allerdings nicht schön.“

„Für den, der gefressen würde, wäre es nicht schön. Für den andern wäre es ja, streng genommen, nicht so schlimm.“

„Du bist furchtbar spaßig,“ sagte der Einsiedlerkrebs.