„Ganz recht,“ sagte der Einsiedlerkrebs. „Wir können ganz famos zusammen jagen. Der Fisch, der sich vor mir fürchtet, rennt dir direkt in den Rachen. Und wer dir entgehen will und sich schon gerettet glaubt, der ist mir verfallen.“
Die Seeanemone dachte nach: „Hm, das hat allerdings manches für sich.“
„Nicht wahr? Und dann werden mir deine Brennesseln großartige Dienste gegen meine Feinde leisten. Die großen Fische sind sehr hinter mir her, aber vor deinen Brennesseln nehmen sie sich in acht.“
Die Seeanemone entfaltete wieder ihre Blüte. Sie leuchtete, daß es eine Lust war, sie anzusehen.
„Komm doch,“ sagte der Einsiedlerkrebs ungeduldig.
„Laß uns erst essen,“ entgegnete die Seeanemone. „Ich glaube nicht, daß es zuträglich ist, einen solchen Freundschaftsbund mit nüchternem Magen zu schließen. Ich nehme den Fall an, wir säßen beieinander, und der Hunger quälte uns, dann könnten leicht böse Gedanken in uns auftauchen.“
„Wie vorsichtig du bist! Ich versichere dir: es könnte mir niemals einfallen, dich zu fressen.“
„Ja, aber mir könnte es vielleicht einfallen, dich zu fressen,“ sagte die Seeanemone.
Nun kam eine Schnecke heran, die der Einsiedlerkrebs mit seiner Schere fing, zerdrückte und sofort fraß. Gleich darauf kam noch eine und noch eine und wiederum eine. Die letzte stieß der Krebs zur Seeanemone hinüber, die nichts mitbekommen hatte.
„Glaubst du, daß du nun satt genug bist, um auf mein Haus hinüberziehen zu können?“ fragte der Einsiedlerkrebs.