Nun schaukelte das Schneckenhaus mit den beiden Passagieren durchs Wasser dahin; und überall, wohin sie kamen, erweckte die Seeanemone unter allen Bewohnern der Meerestiefe großes Aufsehen.

„I, du Allmächtiger,“ rief der Seeigel. „Wer hat je eine Seeanemone so schnell daherkommen sehen! Ich gehöre mit zur Familie; und ich muß sagen, daß mir die Sache ganz unbegreiflich ist.“

„Es muß etwas dahinter stecken,“ äußerte eine große Auster, die gähnend im Tang saß.

„Ich stecke dahinter,“ sagte der Einsiedlerkrebs und streckte seine große Schere zwischen die Schalen der Auster.

„Au,“ sagte die Auster und preßte ihre Schalen zusammen.

„Es hilft dir nichts. Ich bin dir zu hart. Eine herrliche Auster, Seeanemone! Nun sollst du deine Hälfte abbekommen, sobald ich sie aufgedrückt habe.“

„Behalte sie nur,“ erwiderte die Seeanemone. „Ich hab’ meinen Magen noch nie im Leben so voller Würmer und kleiner nackter Schnecken gehabt. Sie gehen mir noch nicht einmal aus dem Wege; denn sie glauben ja nicht, daß ich mich so schnell von der Stelle bewegen kann.“

„Da siehst du es,“ sagte der Einsiedlerkrebs. „Es lebe unser Kompagniegeschäft!“

*

Eines Tages ging es dem Einsiedlerkrebs nicht recht gut. Er fühlte einen unangenehmen Druck im Magen und konnte fast gar keine Luft kriegen.