„Was ist denn mit dir los?“ fragte die Seeanemone. „Du hast dir soeben einen Fisch entgehen lassen.“

„Ja,“ versetzte der Einsiedlerkrebs. „Es geht mir jämmerlich. Ich werde nicht anders können, ich muß umziehen.“

„Du willst umziehen?“ rief die Seeanemone.

„Ja, ich muß. Ich kann in diesem Hause nicht mehr bleiben. All das gute Essen hat mich zu dick gemacht.“

„Das ist ja eine schöne Geschichte. Und es ging uns doch gerade so gut.“

„Es wird uns auch weiterhin gut gehen. Wir wollen uns nach einem neuen, großen Schneckenhaus umsehen.“

Da machten sie sich auf die Wanderung; und noch am selben Tage fanden sie eine wunderschöne große Königsschnecke, die auf dem Meeresgrunde lag. Der Einsiedlerkrebs wandte und drehte sie, klopfte mit der Schere darauf und sah nach, ob sie dicht sei.

„Sie ist gut,“ sagte er. „Die nehme ich.“

„Und obendrein ist sie leer,“ sagte die Seeanemone. „Das ist ein Vorzug mehr.“

„Das kann ich nun freilich nicht finden,“ sagte der Einsiedlerkrebs. „Wäre eine Schnecke darin gewesen, so hätten wir sie ja fressen können. Und dann wäre das Haus auch rein gewesen. Jetzt ist es vermutlich voller Sand und kleiner Steine, und ich muß vor dem Einzug ein gehöriges Reinemachen veranstalten.“