„Wie genau du es nimmst!“
„Ich bin dazu gezwungen. Wenn auch nur das kleinste Sandkorn drinnen zurückbliebe, so würde es meinen Hinterleib furchtbar martern, daß ich gleich wieder ausziehen müßte.“
„Ja, es ist wahr ... dein Hinterleib,“ sagte die, Seeanemone. „Den hab’ ich ja noch gar nicht zu sehen gekriegt. Heraus mit ihm, damit ich mich davon überzeugen kann, ob er wirklich so weich und lecker ist, wie du sagst.“
„Er kommt schon, wenn es Zeit ist,“ erwiderte der Einsiedlerkrebs.
Und nun fing er mit dem Reinemachen an. Er stülpte das Schneckenhaus um, schüttelte es, beklopfte es mit den Scheren und steckte seine langen Beine hinein, um in allen Winkeln herumzuscharren. Dann drehte er es mit der Mündung nach der Richtung, aus der der Strom kam, so daß das Wasser gehörig hindurchspülen konnte. Zuletzt schnüffelte er mit seinen Fühlhörnern nach, ob noch ein wenig Sand oder Fäulnisstoff darin war. Das Ganze dauerte über zwei Stunden, und der Seeanemone fing die Sache an langweilig zu werden.
„Jetzt genügt es, glaube ich,“ sagte sie. „Man kann auch zu sorgfältig sein.“
„Nicht, wenn es sich um den Schwanz handelt,“ sagte der Einsiedlerkrebs.
Er saß eine Weile in Gedanken versunken da, betrachtete sein neues Haus und betrachtete auch die Seeanemone.
„Bist du wirklich satt, lieber Freund?“ fragte er dann.