„Nicht allzusehr,“ erwiderte die Seeanemone. „Hast du einen Leckerbissen für mich, so soll’s mich freuen.“
„Allerdings habe ich einen,“ sagte der Einsiedlerkrebs. „Ich habe meinen Schwanz. Und es würde mir außerordentlich leid tun, wenn er den Anlaß zur Beendigung unserer Freundschaft geben würde.“
Er sah die Seeanemone scharf an, und die Seeanemone erwiderte seinen Blick. Dem Einsiedlerkrebs kam es so vor, als ob sein lieber Freund einen sehr hungrig-gierigen Ausdruck im Gesicht hätte.
„Tu’ mir den Gefallen und dreh’ dich nach der andern Seite um, wenn ich den Schwanz aus dem alten Schneckenhause hervornehme,“ sagte er. „Ich muß dir gestehen, deine Anwesenheit ist mir äußerst peinlich. Ich glaube, ich habe mein Hinterteil noch niemand gezeigt.“
„Ach was, ich bin doch dein bester Freund,“ sagte die Seeanemone.
„Ganz richtig,“ sagte der Einsiedlerkrebs. „Aber ich kann trotzdem nicht. Hör’ einmal ... ich hab’ eine Idee. Ich will dir zuerst auf das neue Schneckenhaus hinüberhelfen. Das ist das Allervernünftigste.“
Sie machten sich an die Arbeit, und nach Verlauf einer geraumen Weile saß die Seeanemone da, wo sie sitzen sollte.
„Du bist nicht hungrig,“ sagte sie.
„Das bin ich allerdings nicht,“ sagte der Einsiedlerkrebs. „Ich kann bloß nicht verstehen, woher du das wissen willst!“
„Ich merke es an der Art, wie du mich mit deinen Scheren anrührst,“ erwiderte die Seeanemone. „Ich merke es immer an den Scheren der Leute, ob sie hungrig sind. Aber komm nun ... jetzt ist die Reihe an dir. Kann ich helfen, so stehe ich zu Diensten.“