Der Einsiedlerkrebs rührte sich nicht von der Stelle.

Er hatte eingesehen, daß er sich sehr dumm angestellt hatte. Er hätte die Seeanemone zuerst hinabsteigen und in einiger Entfernung warten lassen sollen. Dann hätte er selbst hinüberziehen können, und die Seeanemone wäre nachgekommen.

„Ich bin doch nicht recht zufrieden mit dem Schneckenhaus,“ sagte der Einsiedlerkrebs dann. „Bleib du nur so lange sitzen, während ich umherkrieche und mich nach einem andern umsehe! Ich werde bald wieder hier sein.“

„Niemals,“ sagte die Seeanemone. „Es kann nicht deine Absicht sein, daß ich die Unbequemlichkeit noch einmal haben soll. Komm ... sonst ist es vorbei mit uns.“

„Dann schließe dich,“ sagte der Einsiedlerkrebs. „Zieh’ die Arme mit den Brennesseln ganz ein, wie du es machst, wenn du dich ausruhst.“

„Schwatz’ nicht so dumm! Nimm einmal an, es käme gerade ein schöner Fisch heran! Du weißt ja, ich bin hungrig.“

„Dann wart’ ich, bis du satt bist.“

Und dabei blieb es. Die Seeanemone fing ein paar Fische und fraß sie. Dann zog sie die Arme ein und saß wieder wie eine trockene, eingeschrumpfte Feige da. Da ließ der Einsiedlerkrebs das alte Haus fahren und kam heraus.

„Nä —,“ sagte die Seeanemone und guckte heraus.

„Hinein mit dir,“ schrie der Einsiedlerkrebs. „Wenn du nicht gleich hineingehst, beiß’ ich dich.“