„Dieb! Lügner! Heuchler!“ schrie die Marsch.
Es war, als ob das Meer vor Wut einen Augenblick still würde. Aber dann erhob es sich mit all seiner Macht.
„Nieder mit dir, du undankbares Kind!“ schrie es.
Es durchdrang die Deiche und stürmte auf die Marsch los. Es zerbrach die Schleusenpfähle, die Bäume und alles, was ihm im Wege stand. Es überschwemmte das Gehöft des Bauern, so daß er und die Seinen in ihren Betten ertranken, wie die Kühe auf der Wiese ertrunken waren.
Das Ganze spielte sich in kürzester Zeit ab. Eine Stunde, nachdem es begonnen hatte, standen die Marsch und noch viel mehr Land unter Wasser. Nur die höchsten Kirchtürme ragten noch auf. Kein lebendes Wesen war übriggeblieben.
Auf der Flaggenstange im Garten des Bauern saß der Hänfling.
Nur so entging er dem Wasser. Er schlug mit den Flügeln, war ganz verwirrt vor Schrecken und konnte nicht fliegen.
„Du böses Meer!“ schrie er.
„Ich mache, was ich will,“ sagte das Meer.